Die Sache mit der Bratwurst

Lamya Kaddor gibt liberalen Muslimen in Deutschland eine Stimme. Doch wer ist eigentlich der Mensch hinter der bekannten Islamwissenschaftlerin? Was war für sie prägend, als sie als Kind syrischer Einwanderer in Deutschland aufwuchs? Warum waren Pippi Langstrumpf und Michael Jordan ihre großen Vorbilder? Und was passierte, als sie zum ersten Mal von einem Jungen geküsst wurde?

In ihrem neuen Buch erzählt Lamya Kaddor sehr persönlich und humorvoll, was an den Klischees über muslimisches Leben in Deutschland dran ist, was passiert, wenn man als muslimisches Kind auf dem Grillfest im Kindergarten aus Versehen eine Bratwurst verspeist und wie sie in Frau Hermann aus der Nachbarschaft eine deutsche Oma fand.

Ein überraschender Einblick in das private Leben der „Muslimin aus dem Fernsehen“.

Kaddor-Lamya-Die Sache mit der Bratwurst

Auf der Leipziger Buchmesse:

Lesung:
Freitag, 16.03.2018
in der Alten Handelsbörse, 19.00 Uhr

Autor: Lamya Kaddor
Titel: Die Sache mit der Bratwurst
Erscheint am 19.03.2018
256 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
€ 20,00 inkl. MwSt.
ISBN 978-3-492-05787-5

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Bis dass der Tod euch scheidet…

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Ehedrama hat Premiere in der naTo

Leipzig – Mit dem Zweipersonenstück »GIFT. Eine Ehegeschichte« der preisgekrönten niederländischen Autorin Lot Vekemans feiert die Leipziger Theatercompagnie erweiterte zugeständnisse leipzig/wien nach der erfolgreichen Produktion »Abgänge« am 30. August erneut Premiere in der naTo. Wieder stehen Verena Noll und Peter Schneider auf der Bühne. Diesmal in den Rollen eines Paares, das sich zehn Jahre nach seiner Trennung in der Wartehalle eines Friedhofes wiedertrifft. Jener Friedhof, auf dem das gemeinsame Kind begraben liegt. In einer dramaturgisch ausgefeilten und ebenso sensiblen Enthüllungsdramatik wird diese Wiederbegegnung erzählt, und es wird im Verlauf des Dialoges klar, dass SIE und ER es nicht vermocht hatten, den Verlust ihres Sohnes, der bei einem Autounfall ums Leben kam, gemeinsam zu verarbeiten und die Beziehung nicht zuletzt an der gegensätzlichen Art des Trauerns zerbrochen ist.

Ein eigenartiger, schicksalhaft anmutender Anlass führt die beiden nach Jahren des Schweigens wieder zusammen und eröffnet den Raum für eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, mit dem anderen, mit sich selbst. Erinnerungen, lang gehegte Fragen, bisher unausgesprochene Vorwürfe verdichten sich zu einem schmerzhaft-klärenden Gespräch, das die Themen Verlust, Tod und Trauer untergründig und niemals vordergründig verhandelt.

Die ungeheure Kraft des fragmentarischen Textes und die brillante Figurenpsychologie Vekemans lassen eine dichte Atmosphäre entstehen, der sich der Zuschauer nur schwer entziehen kann. Der schlichte, mit zerbrochenen Kacheln ausgekleidete Bühnenraum offenbart elektroakustische Bruchstellen (Akustik: Robert Rehnig). Ein Mann am Kontrabass (Franz Schwarznau) ergänzt die Zweierkonstellation akustisch und symbolhaft.

Die naTo ist ein Soziokultureller Verein, der für die Ausrichtung außergewöhnlicher Live-Konzerte sowie für die Förderung von Theaterprojekten, Nachwuchskünstlern und soziokulturellen Projekten jenseits des Mainstreams bekannt ist. In den 80er Jahren begann die spannende Geschichte des Hauses auf der Karl-Liebknecht-Straße. Heute ist die naTo eine kulturelle Institution im Leipziger Süden.

»Gift« | erweiterte-zugeständnisse Leipzig/ Wien

Es spielen: Verena Noll und Peter Schneider

Regie: Friederike Köpf | Kontrabass: Franz Schwarznau | Elektroakustik: Robert Rehnig

Premiere: Mi, 30.8. | 20:00 | die naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, Leipzig)
weitere Vorstellung: 31.8., 21.10, 22.10. | jeweils 20:00 | die naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, Leipzig)

Eintritt: 14,- / 10,- (VVK: 13,50 zzgl. Gebühren bei Culton Ticket und http://www.tixforgigs.com)

Fotos: http://clubplaner.nato-leipzig.de/pr/show_termine.php

Im Netz: http://www.erweiterte-zugestaendnisse.de